Bücher: Redaktionen, Projektleitungen, Konzepte, Buchbeiträge

Geschichtsbücher kämpfen an gegen die Traumas, welche durch öde Geschichtswerke entstanden sind. Dabei nehmen moderne Werke Rücksicht auf eine zeitgemässe Leseführung, verwenden eine gute und verständliche Sprache und vermitteln Geschichte über Geschichten: So wird Geschichte zum Erlebnis, auch für Traumatisierte.

 

Aktuell
Judith Stadlin und Michael van Orsouw haben dreimal den ersten Platz beim Kurzdramenwettbewerb von Hildesheim (Jury-, Publikums- und Gesamtpreis), den Kurzdramenwettbewerb von Marburg sowie den international ausgeschriebenen Literaturwettbewerb «Zeitzeichen aus Gstaad» gewonnen.

Zudem wurden sie mit einem Atelierstipendium für ihr literarisches Schaffen ausgezeichnet. Die Zuger Kulturstiftung Landis & Gyr hatte den Wettbewerb international ausgeschrieben, knapp 160 Bewerbungen trafen ein. Judith Stadlin und Michael van Orsouw, die miteinander die Bücher «Die Städte-Rallye», «Adelheid. Frau ohne Grenzen.», «George Page. Der Milchpionier.», «George Page. An American among Swiss Farmers» (siehe unten), aber auch die preisgekrönten Kurzdramen «Hammer Hardt Rachau Inn Buus» und «Oberkrimml» oder das Theaterstück «De Schtaar vo Baar» (siehe unter Dramatische Texte) realisiert haben, lebten vom Februar bis Juli 2007 in Berlin, arbeiteten dort vorwiegend literarisch und hatten viele Auftritte bei den berühmten Berliner Lesebühnen.

Zusammen haben Stadlin und van Orsouw das Literaturlabel «Satz & Pfeffer» gegründet, das sich auf Literatur, Lesungen und Theater spezialisiert. Mehr Infos dazu unter http://www.satzundpfeffer.ch
Michael van Orsouw gewann den Berliner Kurzgeschichtenwettbewerb «Berlin mobil», hat im November 2006 beim Kurzgeschichtenwettbewerb der deutschen Literaturvereinigung Literatenohr den dritten Platz mit seiner Geschichte «Egmonts Entdeckung» gewonnen. Ein Jahr zuvor landete er mit «Orkan o. N.» bei einem Kurzgeschichtenwettbewerb der Wiener Kunstzeitschrift «Melange» auf dem zweiten Platz. Und beim 11. Berner Kurzgeschichtenwettbewerb wurde er mit einem Anerkennungspreis geehrt; beim Kurzgeschichtenwettbewerb «Being Boyle» gelangte er ins Finale.r .

 

 

Das neuste Sachbuch von Michael van Orsouw heisst: «Der Zellstoff, auf dem die Träume sind». Es erschien aus Anlass des Jubiläums 350 Jahre Papierfabrik Cham. Es erzählt 100 Geschichten über Menschen und Maschinen auf eine anschauliche Art und Weise. Zwischen die Kapitel wurden originale Spezialpapiere des Jubilaren eingebunden, der Umschlag ist aus rohem Zellstoff, wodurch das Buch eine ganz spezielle Note erhält. Die «Neue Zuger Zeitung» kommentierte: «Diese Festschrift setzt sicher keinen Staub an.» (Gestaltung: Christen Visuelle Gestaltung, Projektleitung seitens Papierfabrik: Rita Reichlin)
«Platz da...» heisst das neuste Werk. Es beinhaltet 12 Kurzgeschichten, verfasst von Judith Stadlin und Michael van Orsouw. Die Hauptfiguren wie der Zirkuskünstler Enrico, die Schneiderin Elonore, der Saxophonist Charlie und viele mehr sind erfunden; der Hintergrund, vor dem sie agieren, ist real: Fiktion und Fakten verbinden sich. Erschienen ist das Buch zum 100-Jahr-Jubiläum der Reformierten Kirche Zug im Chronos Verlag, Zürich. Die liebevollen Illustrationen im Buch stammen vom bekannten Comiczeichner Mike van Audenhove. (Gestaltung Ivo Müller, Ivographics Gmbh, Zug)
Die Städte-Rallye
Minimal-Geschichten, die die Landkarte schrieb
Judith Stadlin, Michael van Orsouw

Minimal-Geschichten, die konsequent zwischen den Zeilen stehen und nur in den Köpfen des Lesepublikums stattfinden. Auf den Zeilen finden sich ausschliesslich Ortsnamen
des deutschsprachigen Raumes.

Nichts als aneineinander gereihte Dörfer und Städte? Ja! Die Geschichten der «Städte-Rallye» bestehen ausschliesslich aus Ortsnamen des deutschsprachigen Raumes. Aber diese Stories haben es in sich. Es sind lauter Minimal-Geschichten, die sich erst im Kopf des Lesers oder der Zuhörerin bilden. Der Inhalt steht konsequent zwischen den Zeilen. Auf den Zeilen sucht man vergeblich nach Inhalten – denn dort finden sich nur Ortsnamen. Aber was für welche! Manchmal möchte man wetten, dass hier geschummelt wurde, so überraschend eindeutig und unglaublich vieldeutig sind sie kombiniert. (Verlag Helden Gmbh, Gestaltung: Bernet + Schönenberger, Zürich)

«Wunderbar athmosphärische Zeilen»
Die Weltwoche
«Dreiste Lyrik für frisch Verliebte und frisch Geschiedene und alle andern.»
Tages-Anzeiger

 

«Schau Schwyz Schweiz» lautet der Titel des jüngsten Buchs (Fotografie Flurina Rothenberger, Verlag Helden Gmbh, Zürich, Gestaltung Bernet + Schönenberger). Das Buch mit dem Untertitel «Von Mythen und Menschen» ist seit Anfang März 2006 im Buchhandel und ermöglicht einen neuen Blick auf den Kern der Schweiz, auf den Talkessel von Schwyz und die Menschen dort. Die Schwyzerinnen und Schwyzer sind wie die Taschenmesser, die bei ihnen millionenfach gefertigt werden: von aussen etwas bieder und verschlossen – erst wenn man das Taschenmesser öffnet, entdeckt man die verborgenen Qualitäten.
«Anschaulich, keineswegs unkritisch», schrieb das «Kulturmagazin» aus Luzern dazu, «leicht lesbar» und «mit einem nicht beeinflussten Blick von aussen. Ein faszinierendes Porträt über ein (etwas) anderes Schwyz», schrieb der «Bote der Urschweiz». (Gestaltung Bernet + Schönenberger, Lektorat Judith Stadlin, Lokallektorat Bruno Marty)

 

«Goldglanz und Schatten» heisst das Werk, welches Ende Februar 2005 erschienen ist (mit Lukas Vogel, AKS-Verlag, Luzern). Es stellt die Geschichte der 1920er-Jahre in der Innerschweiz dar. Autos und Autorennen, Baden und neues Bauen, Auswanderung und Aviatik, Kinos und Tennis, Rundfunk und Jazz, Trachten und Tanz, aber auch sozialer Konsens und die ersten Migros-Läden – diese Themen und viele mehr bringen die Texte und die vielen Bilder zur Darstellung. Die Zeitung «Region» lobte am Werk «seine Lebendigkeit», das «Kulturmagazin» urteilte: «gelungen illustrierte und fundiert dokumentierte Gesamtschau». Neben Lauftexten bringen Hintergrundtexte, aber auch Interviews mit Zeitzeugen Farbigkeit und Tiefgang ins Buch. (Gestaltung Nadine Sägesser, Kurt Müller)

 

 
Nach dem Erfolg mit «Adelheid. Frau ohne Grenzen» erschien im April 2005 das nächste Werk des gleichen Teams: Judith Stadlin, Monika Imboden und Michael van Orsouw haben die Biografie von Adelheids Mann George H. Page verfasst, einem ebenso pionierhaften, wie abenteuerlichem Amerikaner. Der Titel lautet: «George Page. Der Milchpionier.». Das Werk ist wiederum im NZZ-Buchverlag erschienen. George Page, dieser faszinierende Unternehmer und Gründer der Anglo-Swiss Condensed Milk Company, pendelte zwischen seiner amerikanischen Heimat und der schweizerischen Wahlheimat hin und her, physisch, aber auch mental, sodass das Buch auch in Amerika auf Interesse stossen dürfte – was im übrigen bei den Recherchen in Amerika deutlich wurde. Das Buch erschien deshalb gleichzeitig auf Englisch unter dem Titel «George Page. An American among Swiss Farmers.». «Minuziös recherchiert und flüssig geschrieben», urteilte die «NZZ am Sonntag», «populäre Wirtschaftsgeschichte, reich bebildert und mit unveröffentlichtem Material», schrieb die «NZZ» und ergänzte: «Die Autoren gehen über das Wirtschaftsgeschichtliche hinaus in die Familien hinein und nahe an die Personen heran und lassen sowohl den Gründergeist der abenteuerlichen Pioniere Amerikas als auch den Arbeits- und Lebenstil ihrer Nachfahren hautnah und ausgiebig spüren.» (Gestaltung Heiri Scherer, Marc Junker)
  «Adelheid. Frau ohne Grenzen» (2003, mit Judith Stadlin und Monika Imboden): Die Biografie über Adelheid Page-Schwerzmann, erschienen im Buchverlag der Neuen Zürcher Zeitung. Das Buch ist in zwei Auflagen erschienen, die jedoch innerhalb von fünf Monaten ausverkauft waren! Das Buch erscheint in der dritten, überarbeiteten Auflage im April 2005.
Es ist die spannende Geschichte einer zupackenden Frau, die sich von niemandem bremsen liess.Sie reiste nach Italien und Frankreich, als ihre Zeitgenossinnen kaum aus ihrem Wohnort herauskamen. Sie hatte Umgang mit Königinnen, Fürsten und Bundesräten, als Frauen nur Kontakte in der Familie zu pflegen hatten. Sie wanderte als schwerreiche Frau nach Amerika aus, als die Ozeandampfer mit armen Auswanderern gefüllt waren. Sie nahm Malunterricht beim berühmten Maler Edgar Degas in Paris. Kurz: Adelheid Page (1853–1925) war eine Dame von Welt.
Es ist das erste umfassende Werk über diese faszinierende Frau. Viele Themen der damaligen Zeit können an ihrem spannenden Leben aufgezeigt werden. So verweben sich Personen- und Zeitgeschichte auf eine leichte Art.
(Gestaltung: Scherer Kleiber CD, Claudia Milz, Heiri Scherer)
 
     
  «Von Spinnern und anderen Baarern» (2002, mit Astrid Baldinger): Der Band 2 der Ortsgeschichte Baar berichtet über die Prägung des Dorfes durch die Spinnerei und die Veränderungen bis in die Gegenwart. Eine moderne Ortsgeschichte. (Gestaltung: Option C, Zeno Cerletti)
     
  «241-mal Barock in der Innerschweiz: Typen, Bauten, Kleinigkeiten» (2001): Kein Zeitalter hat die Innerschweiz mehr geprägt als der Barock im 17. und 18. Jahrhundert. Im kleinformatigen Buch werden 241 interessante Objekte zwischen Gotthard und Zürichsee, zwischen Napf und Klausenpass erläutert.
Der Kunststil Barock durchdrang in seiner Multmedialität das gesamte damalige Leben der Innerschweiz und schwankte zwischen Kunst und Kitsch, zwischen Sein und Schein.
Einsiedeln, Hergiswald und St. Urban sind die berühmtesten Objekte; doch daneben gibt es eine erstaunliche Vielzahl von Kirchen und Kapellen, Herrensitzen und Bauernhäuser zu entdecken – Gesamtkunstwerke im Kleinformat. Das Konzept hat dermassen gut funktioniert, dass das Buch innert Monatsfrist vergriffen war. (Fotos: Georg Anderhub; Fachlektorat: Heinz Horat; Gestaltung: Reto Portmann, Eric Berset, Werberei)
 
     
  «Sonne, Molke, Parfümwolke. Geschichte und Geschichten des Zuger Tourismus.» (1997): ein schön geratener Bildband mit animativen Texten und Bildern von herausragender Qualität (Projektleitung: Dieter Müller; Konzept, Text und Bildauswahl: Michael van Orsouw; Recherchen: Monika Dommann; Gestaltungskonzept: Dani Christen).
     
  «23 Lebensgeschichten. Alltag und Politik in einer bewegten Zeit» (1998): ein Sammelband mit wissenschaftlich soliden, aber gut lesbaren Personenporträts zur Zeit zwischen 1798 und 1848, verfasst von insgesamt 17 Autorinnen und Autoren. Meine Aufgaben: Projektmanagement und Redaktion – und das Verfassen eines Beitrages (Gestaltungskonzept: Atelier Christen, Wolfgang Möhrle; Bildredaktion: Marlies Michel).
     
  «Das vermeintliche Paradies: Eine historische Analyse der Anziehungskraft der Zuger Steuergesetze.» (1995): Die gedruckte Fassung meiner Dissertation, welche mit dem mentalitätsgeschichtlichen Ansatz die jüngste Zuger Geschichte darstellt. Zug wurde berühmt als Finanzplatz – wie kam es dazu? Diese Frage und viele andere werden gut lesbar hergeleitet.
     
  Weitere Bücher:

- - «Zug bei Nacht – Zuger Neujahrsblatt 2007» (November 2006): Licht ins Dunkel – das Neujahrsblatt brachte es mit erstklassigen Autorinnen und Autoren für den Lebensraum des Kantons Zug. Dabei war ich für das inhaltliche Konzept (zusammen mit der zuständigen Kommission), die Auswahl und Betreuung der Autorinnen und Autoren sowie für die Redaktion zuständig.
-«Kinder – Zuger Neujahrsblatt 2006» (November 2005): Zugs Kinder unter Lupe – ich war wiederum für die Redaktion zuständig.
- «Alltagsgeschichte im Zeitraffer» (2002, mit dem Team der Ortsgeschichte Baar): Im Band 3 der Ortsgeschichte Baar haben die Historiker von der Urgeschichte bis zur Neuzeit miteinander alltagsgeschichtliche Themen behandelt – ein innovativer Ansatz.
- «Zug mobil – Zuger Neujahrsblatt 2005» (November 2004): Zugs Mobilität unter Lupe – das Neujahrsblatt konkretisiert es mit erstklassigen Autorinnen und Autoren für den Lebensraum des Kantons Zug. Dabei war ich für das inhaltliche Konzept (zusammen mit der zuständigen Kommission), die Auswahl und Betreuung der Autorinnen und Autoren sowie für die Redaktion zuständig.
- «Breitenbach» (2002, mit Markus Kocher): die Geschichte einer Gemeinde im Kanton Solothurn, die aber seit jeher im Spannungsfeld der Stadt Basel stand.
- «Luftbild Kanton Zug» (2001): Herausragende Bilder von Beat Krähenbühl, Urs Tanner und Walter Mittelholzer zeigen den Kanton Zug von oben, erschienen im AS Verlag. Dazu durfte ich den Eingangsessay verfassen. Die Bildlegenden und weitere Texte stammen vom Historikerkollegen Christian Raschle.
- «Das unbekannte Zug – Zuger Neujahrsblatt 2004» (November 2003): Unbekannte Ecken und Entwicklungen, Gemeinschaften und Gewerbe – das Neujahrsblatt zeigt es bezogen auf den Lebensraum des Kantons Zug. Ich betreute die Redaktion.
- «Visionen – Zuger Neujahrsblatt 2003» (November 2002): Politische und wirtschaftliche Visionen, Visionen zum Wohnen, zur Mobilität, Kultur und zum Wirtschaftsplatz, aber auch Visionen von Kindern und Jugendlichen sowie verflossene Visionen – ich war einmal mehr für die Redaktion zuständig.
- «Grenzen – Zuger Neujahrsblatt 2002» (November 2001): Innere und äussere Grenzen kommen zur Sprache, politische und nachbarschaftliche, psychische und physische, Grenzen im Gefängnis und im Spitzensport, zwischen den Kulturen und Konfessionen. Und so weiter. Das Thema Grenzen ist unbegrenzt. Ich besorgte die Redaktion.
- «Muttermilch auf seinem Laptop: 43 Jonglierversuche im Dreieck von Liebe, Kind und Beruf» (1999): Für diesen Sammelband, erschienen im Haffmanns Verlag, konnte ich den Beitrag mit dem Tiel «Ein ziemlich normaler Donnerstag im Mai» verfassen, den die «Weltwoche» auszugsweise nachdruckte.

- «zg - ein Heimatbuch» (1999): An diesem etwas besonderen Heimatbuch arbeitete ich beim Konzept mit und verfasste drei Kapitel.

 
     
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